Interessengemeinschaft Kanadagänse

Interessengemeinschaft Kanadagänse

Die Interessengemeinschaft Kanadagänse befasst sich mit dem Leben und dem Schutz der Kanadagänse. Inzwischen sind auch die Graugänse, Nilgänse usw. in unseren Fokus gerückt.

 

Manche der Natur entfremdeten Menschen stören sich an den Vögeln in den Parks. Einige Städte, wie zum Beispiel die Städte Dortmund, Frankfurt und Nürnberg, lassen die Vögel einfach dort erschießen, wo sie stören. Zum Teil nimmt kaum jemand Notiz davon. Aber es gibt auch aktive Gruppen, die sich dagegen wehren, wie zum Beispiel der Verein "Menschen für Tierrechte Nürnberg", der erfolgreich gegen den Abschuss demonstriert und Mahnwachen gehalten hat. Fast 22.000 Menschen haben eine Online-Petition gegen den Abschuss der Gänse am Wöhrder See unterzeichnet. Widerstand und Protest gegen die Tötung der Wildgänse wächsen!

 

Auch als die Stadt Essen im Grugapark die Gänse erschießen lassen wollte, gab es eine große Demo dagegen. Die Demo war erfolgreich - im Grugapark selbst wurde auf den Abschuss der Gänse verzichtet. Aber die Stadt Essen hat die Jäger aufgefordert, sie überall dort zu erschießen, wo es möglich ist. Das tun die Hobbyjäger rund um Essen bis heute mit Vergnügen. Eine große Anzahl Gänse wird in Essen und Mülheim während der legalen Jagdzeiten (16.07.-31.01.) zu Schießbudenfiguren der Hobbyjäger und muss ihr Leben für den Spaß am Töten lassen. Kanadagänse sind für Menschen übrigens ungenießbar, sie schmecken nicht. Man kann sie höchstens als Luder für die Fuchsjagd verwerten - oder in die Mülltonne werfen.

 

Gänse führen ihre Kinder ein Jahr lang. Führende Elterntiere zu erschießen ist eigentlich unwaidmännisch. Aber der Spaß am Töten ist für diese Jäger größer als die Skrupel, Familien zu zerstören. Zum Glück sind nicht alle Jäger so. Es gibt auch solche, die die Jagd auf Vögel ablehnen. 

 

Mit dem Entfernen des harmlosen "Gänsedrecks" tun die Städte sich eher schwer. Erstaunlich, wird doch der umweltschädliche und unverrottbare Müll der Menschen - Plastikmüll, Einweggrills, Scherben, Kronkorken und Zigarettenkippen - entfernt, ohne zu murren. Vandalismusschäden und wilde Müllkippen werden hingenommen. 

 

Die Mitglieder der IG Kanadagänse tauschen sich aus und setzen sich - soweit es möglich ist - für das Leben der Tiere ein. Das aktuelle Geschehen wird insbesondere auf der Facebook Seite "IG Kanadagänse" verfolgt und diskutiert. 

 

Mit Broschüren informieren wird über das Leben der Gänse und wollen Menschen für sie interessieren. Es sind zauberhafte Lebewesen, die unseren Schutz und Liebe verdient haben.

 

Gänse in den Stadtparks sind keine Störenfriede, sondern Botschafter, die den Blick auf die Natur und die Vogelwelt öffnen - oder schärfen. Sie zeigen uns, wie man friedlich leben kann, im Einklang mit der Natur, mit der Familie, mit den Nachbarn. Wir sollten uns ein Beispiel an den Gänsen nehmen.