Gänse in Herne


Die Kanadagans mit dem Farbring TG4 ist die Grande Dame im Dorneburger Park. Diese Gans wurde 2007 als erwachsene Gans beringt. Sie ist also mindestens 13 Jahre alt.

Sie bewegt sich vor allem zwischen Herne und Bochum. Eine alte, erfahrene Gans, die für die Gänseschar von großer Bedeutung ist. Sie ist sozusagen die Akka von Kebnekaise aus Herne. Nur sehr wenige Wildgänse erreichen dieses Alter - und sehen dabei noch sooo gut aus!

 


Die Nilgans CR8 brütet am Schloß Strünkede.
Die Nilgans CR8 brütet am Schloß Strünkede.

Die Nilgans CR8 wurde 2010 als erwachsene Gans beringt. Sie ist also mindestens 10 Jahre alt. Seit 10 Jahren ist Schloß Strünkede ihre Heimat. 

Sie hat einen unberingten Ganter, mit dem sie jedes Jahr brütet, manchmal (!) auch 2 Mal im Jahr. 

Auch diese Gans ist eine starke Persönlichkeit. Würde man sie töten, würde eine andere Gans ihren Brutplatz einnehmen. Was hätte man dadurch gewonnen? Nichts!!

Von 8 Nilgösseln haben im Jahr 2019 nur 3 überlebt.
Von 8 Kindern von CR8 haben im Jahr 2019 nur 3 überlebt.

CR8 ist vermutlich die einzige Gans, die in Herne bis zu zwei Mal im Jahr brütet.

Die Aussage der Stadt "Das mehrmalige Brüten im Jahr bei geringen ... Verlusten..." trifft somit auf genau ein einziges Tier zu.

 

Ihre Bruterfolge 2019: Am 2. März 2019 führte CR8 noch 4 von 8 Gösseln. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt schon die Hälfte ihres Nachwuchses verloren. Am 16.05.2019  waren es noch 3 Gössel. Obwohl es eine erfahrene Gans ist, hat sie über die Hälfte ihrer Kinder verloren. Und das sind geringe Verluste??? 

 

In diesem Jahr habe ich nicht gesehen, dass sie ein 2. Mal gebrütet hat. 2019 also eine Brut mit 3 Kindern für CR8. Ein 2. Nilgans Paar (unberingt) zog zu dem Zeitpunkt 5 Gössel auf. Also Jahresbilanz für 2019: 8 Nilgössel auf Schloß Strünkede. Von einer Invasion weit entfernt.


An den Grummer Teichen - die großen Kanadagänse werden von den kleinen Teichhühnern attackiert, obwohl sie von ihnen nichts zu befürchten haben. 

 

Verdrängen Teichhühner etwa die Gänse? 

Nein, sie wollen lediglich niemanden an ihre Küken lassen. Die Gans sucht lieber das Weite als sich weiter von einem "Hühnerbein" bearbeiten zu lassen.

 

Die armen Kanadagänse haben nichts zu lachen, wenn die Teich- und Blesshühner auf Krawall gebürstet sind.

 

Aber auch die Stockenten müssen sich in Acht nehmen. Sind jetzt auch die "Hühner" invasiv??